Reitsport

Amazone dominierte das Turnier

Janne-Friederike Meyer gewinnt Großen Preis

Von Marcus Christoph

BURGSTAAKEN • Sie war die dominierende Reiterin des diesjährigen Fehmarn-Pferde-Festivals: Janne-Friederike Meyer aus Schenefeld. Die 27-Jährige, die für Holstenhalle Neumünster startet, gewann nicht nur auf „Büttner‘s Cantor“ den Großen Preis, sondern wurde zudem noch als beste Reiterin des Turniers ausgezeichnet.

Nur knapp geschlagen war der Fehmaraner Torben Köhlbrandt, der sich im Stechen um den Großen Preis ebenfalls keinen Fehler erlaubte, aber um knapp eine Sekunde langsamer war als die siegreiche Amazone. Der Schwierigkeitsgrad des Hauptspringens, das traditionell vom „Kaufhaus Stolz“ gesponsert wird, war beträchtlich. Von 52 Startern schlossen nur sechs den S- Drei-Sterne-Parcours fehlerfrei ab und kamen ins Stechen. Stars wie Sören von Rönne oder Thomas Voß und auch Vorjahreszweiter Hans-Thorben Rüder schieden nach Abwürfen aus.
Im Stechen ging es spannend zu. Janne-Friederike Meyer hatte gut vorgelegt, musste aber noch vier Reiter abwarten. Tim Markus, Jörg Kreutzmann und Jörg Naeve strauchelten. Blieb noch Lokalmatador Torben Köhlbrandt, der mit „Quebec“ noch einmal für Spannung sorgte, aber Meyer dann doch nicht mehr einholen konnte. Für die Siegerin war es das erste Turnier nach sechswöchiger Verletzung und der erste Sieg beim Großen Preis auf Fehmarn.

„So stark besetzt waren wir noch nie“

Eine positive Bilanz zog Hinrich Köhlbrandt, Vorsitzender des Fehmarnschen Ringreitervereins, für das 61. Pferde-Festival, das wieder zahlreiche Zuschauer auf die Reitanlage in Burgstaaken lockte und viele spannende, hochklassige Wettbewerbe bot.

„So stark besetzt waren wir bislang noch nicht“, so der Cheforganisator. Neben dem Großen Preis, den Janne-Friederike Meyer gewann (wir berichteten), gab es weitere Springen auf S-Niveau. Die Zwei-Sterne-Konkurrenz am Sonnabend gewann Hilmar Meyer (Aller-Weser). Hans-Thorben Rüder wurde mit „Orlanda“ Dritter. Torben Köhlbrandt wurde nicht nur Zweiter des Großen Preises, sondern erreichte auch in der Springprüfung Klasse S für Reiter und Senioren einen zweiten Platz (hinter Hilmar Meyer). Höhepunkt der Dressur-Wettbewerbe war die S-Prüfung, die Britta Hofmann (Granderheide) und Terhi Stegars (Malente Eutin) gewannen.
Auch für den Nachwuchs gab es attraktive Vergleiche. Beim Nachwuchschampionat konnte Ringreiterin Anna Lena Detlef ein M-Springen gewinnen und bei einem weiteren noch einen dritten Platz verbuchen. Bei der Springprüfung Klasse S für Junioren und Junge Reiter erreichte Greta Kölln einen vierten Platz.
Das traditionelle Ringstechen gewann die amtierende Rapsblütenkönigin Nina Weiland. Neu war die Kinderstaffel, die das Team des Burger Reiterhofs Witt für sich entschied.
Organisatorisch verlief die Veranstaltung weitgehend reibungslos. Lediglich am Sonnabend gab es auf einem der neuen Abreiteplätze Probleme, dessen Boden nach Regenschauern zu rutschig war. Ansonsten aber lief alles nach Wunsch. Verletzungen waren nicht zu beklagen. Gut kam das große neue Gastronomiezelt an. Überhaupt gab es ein buntes Rahmenprogramm. Wieder mit dabei war die Schmiede „Nordhuf“, bei deren Benefizversteigerung 400 Euro für das Kinderhospiz „Sternenbrücke“ zusammen kamen.

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